Was ist Kommunikationsmanagement?

Bei dem Begriff „Kommunikationsmanagement“ wird manch einer die Schultern zucken und sagen: „Schon wieder so ein neumodischer Begriff, was soll das schon sein?“ Und der nächste Gedanke könnte sein: „Ich weiß was Kommunikation ist und ich weiß was Management bedeutet, also ist doch auch klar, was Kommunikationsmanagement ist.“ Aber ist das wirklich so? Ist der Begriff so eindeutig?

Wohl kaum, denn schon die Einzelbegriffe sind nicht so eindeutig, wie sie erscheinen.
Der Begriff „managen“ ist mittlerweile auch in der deutschen Sprache gängig und bedeutet so viel wie etwas regeln, etwas im vor geplanten Rahmen ablaufen lassen.
Management definiert das Große Fremdwörterbuch von Duden mit: „Leitung, Führung eines Unternehmens, die Planung und Grundsatzentscheidungen o.ä. umfasst; Betriebsführung“. Diese Erklärung ist sicherlich noch unstrittig, aber schon wenn man ein wenig genauer hinschaut stellt sich die Frage, was genau die Aufgaben des Managements sind. Dann stößt man schnell auf die Begriffe Planung, Steuerung, Gestaltung und Bewertung als Elemente eines Prozesses, der der Entwicklung eines Unternehmens dient. Hinzu kommen Begriffe aus der Organisationspsychologie wie Führung und Führungskompetenzen, Motivation. Aber auch solche Begriffe wie Werbung, Öffentlichkeitsarbeit, Marketing, Public Relations und andere tauchen dann auf. Und für alles gibt es unterschiedliche Theorien und Ansatzpunkte.

Ähnlich vielfältig wird es auch, wenn man sich die Begriffe Kommunikation und kommunizieren ansieht. Einerseits ist damit etwas sehr persönliches gemeint: man möchte einem Gegenüber etwas mitteilen und verständlich machen und hofft, das dieses Gegenüber die Mitteilung nicht nur hört sondern auch versteht, was man damit meint. In der Regel erfolgt dann eine Reaktion des Gegenübers in Form einer sprachlichen Antwort oder einer Antwort durch körperliche Signale. Dieser Prozess ist, wie wir alle wissen, durchaus anfällig für Störungen und Missverständnisse. Und diese Störungsanfälligkeit wächst umso mehr als es sich nicht um eine Person als das Gegenüberhandelt, sonder um eine Gruppe von Menschen, die nicht mehr unbedingt in einer persönlichen Beziehung zueinander stehen müssen. Auch dieser Prozess eine Vermittlung von Informationen an eine Gruppe wird im Allgemeinen unter Kommunikation verstanden. Im öffentlichen Sprachgebrauch haben sich mittlerweile Redewendungen eingebürgert wie z.B. „Es ist uns als Partei nicht gelungen, unsere Absichten ausreichend zu kommunizieren“, was freundlich formuliert soviel heißen soll wie: „Der Wähler hat unsere Absicht nicht verstanden“. Oder: „Der Nutzen, den dieses Projekt haben wird, konnte bisher nicht ausreichend kommuniziert werden“. Auch grundsätzliche Meinungsverschiedenheiten werden zunehmend als Kommunikationsproblem dargestellt.

Solche Schwierigkeiten zeigen, dass es notwendig sein kann, sich genauer mit der Kommunikation sowohl innerhalb eines Betriebes, eines Konzern, einer Organisation als auch mit der Kommunikation zwischen solchen Unternehmen und auch mit der Kommunikation zwischen den Unternehmen und den Kunden etc. zu beschäftigen. Je größer der Kreis derer wird, die miteinander kommunizieren müssen, desto eher muss auch die Art der Kommunikation geregelt werden und genau das ist die Aufgabe des Kommunikationsmanagements.

Was ist Kommunikationsmanagement?

Was also versteckt sich genau hinter diesem Begriff? Kommunikationsmanagement ist ein Fachgebiet, das sich in den letzen Jahren aus mehreren Bereichen entwickelt hat und an immer größerer Bedeutung gewinnt. Je größer ein Unternehmen wird, je mehr es an internationalen Verbindungen aufbaut und je mehr Menschen oder sog. Stakeholder in Beziehung zu einem Unternehmen, einer Institution, einer Organisation oder einer Behörde stehen, desto umfangreicher und komplexer sind die Kommunikationsprozesse im Innern und nach außen. Diese Prozesse zu planen, zu koordinieren, durchzuführen und auszuwerten ist die Aufgabe des Kommunikationsmanagements.

Um diese Aufgaben erfüllen zu können sind umfangreiche Kenntnisse notwendig. Dabei handelt es sich sowohl um technisches wie betriebswirtschaftliches Wissen, um soziale Kompetenzen wie z.B. Teamfähigkeit, Motivationsfähigkeit, aber auch um Kreativität, um Sensibilität im Umgang mit den eigenen Mitarbeiter des Unternehmens, so wie für die Wünsche und Belage der Kunden.

Kommunikationsmanagement bildet eine Schnittstelle zwischen verschiedenen Abteilungen eines Unternehmens. Sowohl Aufgaben aus dem Bereich Public Relation und Marketing, wie aus den Bereichen Mitarbeiterführung, Verwaltung, EDV und Dokumentation aber auch Produktentwicklung werden durch das Kommunikationsmanagement beeinflusst oder sogar übernommen. Die reibungslose Kommunikation der verschiedenen Unternehmensbereiche muss so effizient wie möglich gestaltet werden, dabei müssen ständig auch technische Weiterentwicklungen mit berücksichtig werden. Oft geht es auch darum verschiedene Kommunikationssysteme miteinander zu verzahnen, Arbeitsabläufe besser miteinander zu koordinieren

Unternehmensentscheidungen müssen vermittelt, Kundenwünsche in die Produktentwicklung eingebunden werden. Produkte sollen am Markt positioniert und erfolgreich vermarktet werden. Alles Aufgaben, die vom Kommunikationsmanagement mit beeinflusste werden und es zu einer entscheidenden Schaltstelle eines Unternehmens machen.

Da die Entwicklungen auf diesem Gebiet in einem rasanten Tempo verlaufen und Märkte einer ständigen Veränderung unterworfen sind, verlangt dies von Mitarbeiter des Kommunikationsmanagements die ständige Bereitschaft für neue Entwicklungen offen zu sein, sich frühzeitig und flexibel auf diese Veränderungen einstellen zu können und ein gutes Gespür für Trends zu entwickeln. Ständige Lernbereitschaft, Wissen im psychologischen und soziologischen Bereich, Kenntnisse über fremde Kulturen, ihre Sprachen, Sitten und Gepflogenheiten sind unabdingbare Vorraussetzungen, um ein Unternehmen erfolgreich und dauerhaft in einem immer globaler werdenden Markt zu positionieren und konkurrenzfähig zu halten.

Kommunikation und die Kunst des Schreibens

Diese Website widmet sich zudem einem viel zu selten behandeltem Thema: Der Kunst des guten Schreibens. Gutes Texten ist mehr als Rechtschreibung und Grammatik, es ist eben eine Kunst. Dabei kommt es vor allem darauf an, wofür der Text gedacht ist, welchen Zweck er haben soll. Wer soll ihn lesen, wo soll er erscheinen? Wir haben versucht, anhand einiger Beispiele etwas davon zu vermitteln, was für uns gutes Texten ist…

Feder und Tinte

Ein guter Text lässt sich relativ einfach identifizieren, selbst dann, wenn der Leser so gar nicht weiß, worauf es überhaupt ankommt. Schlechter Text liest sich langweilig, kann den Leser nicht packen, und schneller als man denkt, werden erst wenige Zeilen und schließlich ganze Absätze übersprungen. Außerdem verliert der weniger gute Text sich in immer und immer wieder gelesenen Floskeln („Da ist für jeden etwas dabei“) und Aneinanderreihungen von Allgemeinwissen, für das der interessierte Leser nun wirklich keinen fachmännischen Bericht braucht.

Bei Produkttests sollten Sie beispielsweise nie die offensichtlichen Fähigkeiten eines Geräts beschreiben. Sätze wie „mit diesem Fernseher können Sie ganz prima TV schauen“ sind wenig hilfreich und verleiten den Leser schnell dazu wegzuschauen, denn es tritt automatisch das Gefühl zutage, dass der Autor des Artikels die Leser entweder für dumm hält, oder – noch schlimmer –, dass er sich schlicht nicht mit dem Gerät auskennt.

Beschreiben Sie stattdessen einzigartige Fähigkeiten des Geräts und widmen Sie sich den großen Stärken des Produkts – und auch den Schwächen! Kehren Sie keine offensichtlichen Unzulänglichkeiten unter den Teppich. Wenn der Sound der neuen Lautsprecher miserabel ist, dann schreiben Sie das auch so. Denn noch etwas hassen die Leser: Unehrlichkeit bei angeblich seriösen Produkttests.

Eine andere Abteilung sind die Reiseberichte. Auch hier gilt: Beschreiben Sie nicht, wie schön schief der Schiefe Turm von Pisa ist. Das weiß bereits jeder, damit locken Sie niemanden hinter dem Ofen hervor. Schreiben Sie stattdessen einen lebendigen Tatsachenbericht, gehen Sie aus sich heraus und widmen Sie Ihren Artikel lieber der durchzechten Nacht in einem kleinen Lokal, als der x-ten Beschreibung des Louvre. Diese Ehrlichkeit wird einen engeren Kontakt zu Ihren Lesern herstellen, welche sich im Anschluss denken werden: „Mensch, die haben wirklich Spaß gehabt.“

Ein wenig anders sieht es bei den Hoteltests aus. Bleiben Sie dort ruhig sachlich und beschreiben Sie nüchtern die Begebenheiten vor Ort. Weisen Sie auf Missstände hin, verschweigen Sie nichts. Denken Sie daran: Nach Ihrem Hoteltest planen möglicherweise viele Familien Ihren nächsten Urlaub. Natürlich wollen Sie nicht dafür verantwortlich sein, dass jemand sein Geld wegen Ihnen zum Fenster rausschmeißt, oder?

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